Bokashi-Kompostierung: So zauberst du in Rekordzeit fermentierten Dünger für deinen Garten
Bokashi-Kompostierung: So zauberst du in Rekordzeit fermentierten Dünger für deinen Garten
Wenn du schon eine Weile gärtners, weißt du, dass Kompost Wunder für deinen Ertrag wirken kann. Doch selbst der aktivste Komposthaufen kann nicht alle deine Küchenreste verwerten. Hier kommt der Bokashi-Eimer ins Spiel.
Was ist Bokashi?
Bokashi ist ein japanisches Wort, das „fermentierte organische Materie“ bedeutet. Im Gegensatz zur herkömmlichen Kompostierung „fermentiert“ ein Bokashi-System die organischen Abfälle. Dies ist eine wichtige Unterscheidung, denn durch die Fermentierung kann der Abfall effizienter im Garten oder Kompost abgebaut werden.
In einem Bokashi-System werden kompostierbare Materialien in einem luftdichten Behälter platziert. Die Reste werden mit Schichten eines speziellen Inokulanten kombiniert, der normalerweise aus einem kohlenstoffreichen Substrat, Melasse und einer Mischung effizienter Mikroorganismen besteht.
Das Substrat kann aus Weizenkleie, Weizenkeimen oder Sägemehl bestehen, wobei auch andere Materialien verwendet werden können. Der Inokulant wird oft als „Bokashi-Kleie“ bezeichnet. Mehr Informationen hierzu folgen später.
Der Professor Dr. Teuro Higa entwickelte die Bokashi-Methode in den 1980er Jahren an der Universität Okinawa. Seitdem haben Gärtner weltweit diese Methode übernommen.
Vorteile der Bokashi-Methode
- Platzsparend: Ein Bokashi-Eimer benötigt nur wenig Platz und ist ideal für Menschen ohne Garten.
- Schnelligkeit: Organische Stoffe können in etwa zehn Tagen in nährstoffreiche Substanzen verwandelt werden.
- Erhöhte Nährstoffwerte: Bokashi erzeugt eine nährstoffreichere Substanz im Vergleich zu herkömmlichem Kompost.
- Flüssigdünger: Es entsteht ein nährstoffreicher Fluss, der als kostenloser Pflanzendünger verwendet werden kann.
- Vielfalt der Abfälle: Auch Fleisch und Milchprodukte können kompostiert werden, was in anderen Systemen oft nicht möglich ist.
- Reduktion von Müll: Durch die Kompostierung mehrerer Abfälle kannst du die Menge reduzieren, die auf Deponien landet.
Nachteile der Bokashi-Methode
- Bokashi ist kein Kompost: Es handelt sich um ein fermentiertes Produkt, das zur weiteren Zersetzung in die Erde oder einen anderen Kompost gegeben werden muss.
- Wiederverwendung des Inokulanten: Du musst während des Prozesses kontinuierlich den Inokulanten hinzufügen.
- Investitionen: Der Start erfordert ein wenig mehr Geld im Vergleich zu einfacheren Methoden.
Einrichtung deines Bokashi-Systems
Um dein Bokashi-System einzurichten, benötigst du Folgendes:
- Ein Behälter mit dicht schließendem Deckel (idealerweise mindestens zwei).
- Ein Aktivator/Inokulant, oft als „Bokashi-Kleie“ bezeichnet.
- Küchenabfälle.
Wahl des Bokashi-Eimers
Beim Kauf eines Bokashi-Eimers solltest du auf Folgendes achten:
- Dicht schließend, um Sauerstoff auszuschließen.
- Ein Auslauf, um überschüssige Flüssigkeit abzulassen.
- Genügend Platz, um das System in deinem Zuhause aufzustellen.
Bokashi-Kleie auswählen
Wenn es darum geht, eine Bokashi-Kleie auszuwählen, kannst du diese fertig kaufen oder selbst herstellen. Kaufst du sie, achte darauf, dass sie eine wirksame Mischung aus Substrat, Melasse und EM-1 enthält.
Erste Schritte mit deinem Bokashi-System
Unabhängig davon, ob du deine Bokashi-Kleie kaufst oder selbst herstellst, die ersten Schritte sind gleich:
- Küchenabfälle in den Eimer geben und die Kleie darüber streuen.
- Den Behälter nicht öffnen, um Luft hineinzulassen, außer beim Hinzufügen von Abfällen.
- Eine Platte oder ein Stück Karton verwenden, um die Materialien zu komprimieren.
Womit du deine Bokashi-Eimer füllen kannst
Du kannst einige grüne Küchenabfälle, die normalerweise in den Kompost kommen, hinzufügen, sowie:
- Fleisch und Fisch
- Milchprodukte
Was du nicht hinzufügen solltest
- Fleischknochen
- Öle
- Zu viel Flüssigkeit
- Anorganische und nicht kompostierbare Materialien
Verwendung des fertigen Ferments
Im Gegensatz zu traditionellen Kompostsystemen, die mehrere Monate benötigen, zerfällt das Bokashi-Produkt in zwei Wochen (im Sommer) bis zu einem Monat (im Winter) im Boden. Das fermentierte Material kannst du einfach eingraben, um die Nährstoffe zurückzugeben.
Zusätzlich kannst du es in ein Vermikompostierungssystem geben, da die Würmer den Zersetzungsprozess beschleunigen.
Fazit
Bokashi-Systeme bieten viele Vorteile für Gärtner und sind eine großartige Möglichkeit, organische Abfälle effektiv zu verarbeiten. Es könnte der perfekte Zeitpunkt sein, ein solches System in deinem Zuhause zu integrieren!
